Internetseite planen: So wird dein Internetauftritt ein erfolg

So plane ich meine Webseiten

Jede professionelle Webseite beginnt mit einem gut durchdachten und strukturierten Plan. Auch wenn die Planung zeitintensiv werden kann, lohnt sich der Aufwand trotzdem, da es dich zu einem besseren Gesamtergebnis führt und an vielen Stellen die ärgerliche „doppelte Arbeit“ erspart.

Nichts ist ärgerlicher als ein fast fertiges Projekt, was kurz vor dem Release nochmal komplett umstrukturiert werden muss, da es nicht den Erwartungen gerecht wird. Oder doch, da gibt es etwas – ein fertiges Projekt was nicht seine Ziele erreicht. Um von Beginn eine klare Struktur zu gelangen, müssen einige Punkte genau durchdacht werden.

 

Zieldefinition! Was soll meine Internetseite erreichen?

Nimm dir klare und messbare Ziele vor, die deine Internetseite erreichen soll. Die Antwort auf diese Frage, sollte dabei immer im Mittelpunkt des gesamten Projektes liegen. Hast du deine Ziele deutlich und klar formuliert, bilden sich oft automatisch die Wege daraus, um ans Ziel zu gelangen.

Das könnten beispielsweise deine Ziele sein:

  • Bekanntheit steigern
  • Kunden generieren
  • Supportanfragen reduzieren
  • Produkte verkaufen
  • Informationen bereitstellen

Beachte dabei immer, dass du deine Ziele kontrollieren und analysieren kannst, um notfalls einzugreifen und die entsprechenden Maßnahmen zu treffen.

 

Zielgruppendefinierung! Für wen ist meine Internetseite?

Wenn du bereits länger im Geschäft bist, dann wird es dir leichter fallen eine Antwort auf diese Frage zu finden. Schau dir deine Stammkundschaft an und suche nach Gemeinsamkeiten. Beachte dabei Faktoren wie Geschlecht, Alter, Herkunft und Interessen, um nur einige Punkte zu nennen.

Deine Inhalte, dein Design, ja dein gesamtes Auftreten, sollte auf deine Zielgruppe zugeschnitten sein und auf deine Ziele hinausarbeiten.

Verfasse deine Texte so, wie deine Zielgruppe spricht, setze Fotos und Videos ein, die Interesse wecken und eine Identifikation erschaffen.

Denn deine wichtigsten Besucher, sind die, die deine Ziele erfüllen.

 

Seiten Struktur – Die Navigation

Die Navigation verleiht deiner Seite die nötige Struktur und endscheidet darüber welche Unterseiten wie von deinen Besuchern erreicht werden. Bei der Navigationsplanung stelle ich mir meist folgende Fragen?

  • Welche Unterseiten/Unterpunkte sind erforderlich?
  • Welche Punkte kann ich zu einem Oberpunkt zusammenfassen?
  • Welche Seiten sind besonders wichtig um meine Ziele zu erreichen?
  • Brauche ich Quer Verlinkungen von anderen Seiten auf meine Zielseite?
  • Welche Punkte müssen in der Hauptnavigation präsent sein
  • Welche Punkte gehören in die Sekundäre Navigation?

Dabei achte ich darauf, die Navigation schlank und übersichtlich zu lassen um nicht mehr als 6-7 Hauptpunkte zu haben. Die Gestaltung und Positionierung spielt momentan noch keine Rolle.

 

Die Content Planung

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass leider viel zu oft dieser Punkt mit dem nachfolgenden vertauscht wird. Die Inhaltsplanung geschieht im Idealfall vor der Designphase. So kann man genügend Platz für Headlines, Bilder und Videos im Design von Beginn an einplanen.

Auch bei der Textgestaltung solltest du hin und wieder einen Blick auf deine Ziele werfen. Die Art und Weise wie du nach außen hin kommunizierst, ist ausschlaggebend für deinen Erfolg.

Deine Inhalte haben mit den größten Einfluss auf das Google-Ranking, produzierst du also ansprechenden und relevanten Content, steigen deine Chancen von deiner Zielgruppe gefunden zu werden und von Suchmaschinen besser platziert zu werden

Bilder und Videos gehören natürlich auch zum Content. Setze hier, wenn möglich auf authentische und persönliche Materialien, das Überzeugt! Halte dabei die Qualität der Bilder/Videos möglichst hoch. Verfügst du selbst nicht über die nötigen Mittel, lohnt es sich in einen professionellen Fotografen zu investieren. Sollten dir zu Beginn die nötigen Ressourcen fehlen, kannst du auf diverse Onlinebildagenturen zurückgreifen und dir Lizenz freie Bilder erwerben.

 

Die Design-  & Umsetzungsphase

Die Phase die oft die größte Aufmerksamkeit bekommt. Fortschritte sind visuell schneller erkennbar als bei einer Strukturierung oder Zieledefinition.

Zum Design gehört um einiges mehr als das plumpe Aussehen des Layouts. Design muss funktionieren! Es begrüßt deine Besucher, leitet sie durch deine Webseite und unterstützt sie bei Handlungen, wie das Ausfüllen eines Formulars.

An dieser Stelle macht sich der Vorteil deutlich bemerkbar, wenn bereits der Content vorliegt. So kann mit der Konzeption des Layouts präzise begonnen werden.

Oft skizziere ich mir ein grobes Layout mit Raster der Webseite, bevor ich mit der Umsetzung in einem Programm beginne. Früher war es üblich Designentwürfe in Photoshop oder Illustrator zu fertigen. Mittlerweile entwickle ich funktionierende Prototypen, die sich direkt im Browser öffnen lassen. So ist es möglich direkt von Beginn an die Webseite auf Funktionalität und Darstellung auf verschiedenen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets zu überprüfen.

Anstatt beim Prototyping direkt auf Farben und Gestaltungsrichtlinien zu setzten, entwickle ich sie meistens in einer einfachen Graustufe. Farben und Bilder lenken oft zu sehr von der eigentlichen Konzeption und Funktion ab.

Ist der Prototyp Funktions- und Einsatzfähig, beginnt die Gestaltung der „Style Tiels“

Style Tiels stellen einzelne Elemente wie Überschriften, Menüpunkte, Buttons, Call-to-Action Flächen, etc dar. Farben und Schriftart werden ebenfalls hier genau festgehalten. Hieraus ergeben sich die Gestaltungsrichtlinien die anschließend auf die gesamte Webseite übertragen werden. Das hat den Vorteil, dass wiederholende Elemente genau definiert werden und somit jede Seite ein einheitliches Bild ergibt.

Seit kurzem ist ein neues Programm namens Adobe XD Beta erschienen. Dieses Programm könnte den Workflow der Design- und Prototypphase komplett revolutionieren. Ich werde es mir definitiv in Zukunft genauer anschauen und versuchen meine Vorteile daraus zu ziehen um noch effektiver arbeiten zu können.

 

Das Wort zum Sonntag

Ein guter Plan bringt eine Richtlinie mit sich und erspart einem viel Arbeit, auch über die reine Internetseitengestaltung hinaus. Doch wie es so oft ist, kommen gewisse Erkenntnisse erst während der Umsetzungsphase, deswegen sollte man immer flexibel blieben und nicht zu starr am Plan verhaaren.

Komplett übertreiben sollte man es natürlich auch nicht mit der Planung, ein Plan alleine vollendet kein Projekt. Auch ist klar, dass nicht jedes Projekt gleich abläuft und dass es keinen Masterplan gibt, jeder geht nochmal seinen eigenen Weg und benutzt andere Techniken.

Für mich haben sich diese Schritte mit der Zeit allerdings gut bewährt.

 

Ist dir etwas aufgefallen oder hast du Verbesserungsvorschläge? Schreib es mir in die Kommentare, ich freue mich auf dein Feedback.

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